Angelobung Bundesrat

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Zukunft kommt zuerst!

Efgani Dönmez neuer grüner Bundesrat

Klimaschutz und Zusammenleben sind die wichtigsten Anliegen des jungen oberösterreichischen Politikers

Eines der wichtigsten gesellschaftlichen Herausforderungen der nächsten Jahre und Generationen wird sein, wie wir mit dem Klimawandel und seinen Auswirkungen umgehen und die Frage wie wir das gesellschaftliche Zusammenleben zwischen den unterschiedlichen Kulturen in Europa, in Österreich und in den jeweiligen Regionen regeln. „Hier möchte ich meinen Beitrag leisten und auch meine politischen Schwerpunkte setzen.“, so Dönmez

Dönmez wird im Ausschuss für Sportangelegenheiten des BundesratesAusschuss für Wirtschaft und Arbeit des BundesratesGesundheitsausschuss des BundesratesAusschuss für Unterricht, Kunst und Kultur des Bundesrates tätig sein.

Das Thema Klimawandel und seine Auswirkungen wird Dönmez verstärkt im Ausschuss für Wirtschaft und Arbeit thematisieren. Hier gilt es vor allem, das Ökostromgesetz so zu novellieren, dass es eine weitere Steigerung der erneuerbaren Energie fördert und nicht bremst. Die nächste Novelle wird laut Arbeitsplan von Gusenbauer/Molterer noch vor dem Sommer fixiert, die bisherigen Entwürfe sind unzureichend, wie etwa die IG Windkraft aber auch der NÖ ÖVP-Umweltlandesrat Plank kritisieren. Weiters wird Dönmez die steigende Anzahl von geringfügig Beschäftigten, Saisonbewilligungen und sonstigen Entwicklungen, welche die Anzahl von „Working poor“ begünstigen thematisieren. „Denn als ehemaliger Arbeiter weiß ich, was es heißt von schwerer Arbeit und wenig Geld leben zu müssen“, so Dönmez.

Das gesellschaftliche Zusammenleben zwischen den unterschiedlichen Kulturen sieht Dönmez als Bereicherung, wenn man den notwenigen Rahmen dafür schafft. Als eines der wichtigsten Handlungsansätze für das Gelingen eines spannungsarmen gesellschaftlichen Zusammenlebens sieht er in der Institution der Schulen.Als Sozialarbeiter, angehender Mediator und Jungpolitiker sieht er hier ein großes Betätigungsfeld und hofft auf Kooperation in den jeweiligen Gremien. Am Beispiel „Gewalt in der Schule“ etwa zeigt sich, wie wichtig es ist, in ein gutes Zusammenleben zu investieren. Dönmez fordert in diesem Zusammenhang eine Senkung der Klassenschülerhöchstzahlen, die Installierung von SchulsozialarbeiterInnen, einen erweiterten Einsatz von SchulpsychologInnen sowie die verstärkte Einbeziehung von Menschen mit Migrationshintergrund in den Unterricht und in die Ausbildung von LehrerInnen. „Hier möchte ich im Rahmen meiner Möglichkeiten Akzente setzen“ meint Dönmez.

An einem neuen Projekt mit dem Titel „Generationenhaus“, welches in Linz zur Zeit von einer kleinen Bürgergruppe, nach dem Vorbild der deutschen Schmid-Stiftung in Stuttgart, erarbeitet wird, wirkt Dönmez auch mit. „Wir haben in Österreich gute Institutionen – damit meine ich – Altenheime, Kindergärten, Asylwerberheime, Elternkindzentren, usw.…, aber leider sind diese Institutionen nebeneinander und es gibt kaum Berührungspunkte, obwohl hier sehr viel Potenzial für das Gemeinsame schlummert. „Diese brachliegenden Ressourcen müssen erkannt und für alle Beteiligten optimal eingesetzt werden, da stecken wir noch in den Kinderschuhen“, so Dönmez.

„Es ist mir eine Freude und Ehre die Anliegen Oberösterreichs im Bundesrat zu vertreten“ meint Dönmez weiters. „Ein deutlich sichtbares Signal und eine Selbstverständlichkeit ist, dass auch ein türkischstämmiger Abgeordneter seine oberösterreichische Heimat in Wien vertreten kann“, so Dönmez.

Biografische Daten

Efgani Dönmez, Jahrgang 1976 wurde in der Türkei geboren, aufgewachsen im Salzkammergut, absolvierte nach der Pflichtschule eine Lehre als Gas – Wasser – Zentralheizungstechniker. Die Studienberechtigungsprüfung machte er berufsbegleitend und studierte dann auch berufsbegleitend an der Landesakademie des Landes OÖ Sozialarbeit. In den Sozialbereich kam er durch seinen Zivildienst bei der Volkshilfe, wo er auch seit 1999 tätig ist. Weiters ist er an der Fachhochschule OÖ, Studienrichtung Sozialarbeit als Lektor tätig und studiert an der JKU Konfliktmanagement und Mediation.

Politische Laufbahn

Auf die Grüne Partei wurde Dönmez durch das Engagement von Gunther Trübswasser aufmerksam. Seit 2006 ist Dönmez bei den Grünen Linz im Vorstand tätig. Im Vorstand der Grünen Bildungswerkstatt (GBW), einer Einrichtung der Parteienakademie für politische Fort- und Weiterbildung der Grünen, ist Dönmez seit 2007 tätig.

Dank

„Ich möchte meinem Kollegen Franz Breiner in seiner neuen Tätigkeit als Bezirksschulinspektor alles Gute wünschen und für die geordnete Übergabe der Funktionen danken“, so Dönmez. „Auch meiner Familie, meinen FreundInnen und ArbeitskollegInnen möchte ich danken, welche mich bei all meinen Schritten begleitet, unterstützt und Verständnis für meine Fülle an Aufgaben entgegengebracht haben.

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