Diskussion über Arbeitsmoral der Abgeordneten

Der Bundeskanzler, gestand den Abgeordneten immerhin zu, bis 16 Uhr zu arbeiten – was ja nicht nichts ist. Kollege Pilz hingegen wusste zu berichten, viele der Kollegen wollten “nur eines: nach zwei Stunden nach Hause”. Das ist angesichts der innenpolitischen Lage verständlich. Kollege Pilz gibt an, dass auch diese zwei Stunden nicht optimal genützt werden: schlecht vorbereitet kämen die Mandatare, das Ganze sei ein “reines Abstimmungsparlament”. Er spricht da aus Erfahrungen über die Arbeitsweise der Nationalratsabgeordneten. Diese subjektive Wahrnehmnung vom Kollegen Pilz will ich nicht in Frage stellen.

Ich nehme an, dass er indirekt auch die Bundesratsabgeordneten damit gemeint hat. Ich möchte mal gnädig den Mantel des Schweigens darüber ausbreiten, aber eines verstehe ich nicht und werde es auch in Zukunft nicht verstehen, deshalb muss ich darüber reden bzw. schreiben.
Wie kann man anhand der Fülle von Aufgaben, den vielen Emails die man Tag täglich bekommt, die vielen Berichte, die zahlreichen Einladungen und den persönlichen Kontakten zur Bevölkerung eine “ruhige Kugel” schieben? Bevor ich es vergesse, die meisten Bundesratsabgeordneten haben noch einen Beschäftigung der sie nachgehen. Der eine mehr der andere etwas weniger.
Nehme ich alles etwas zu ernst oder ist das eine Zirkusshow mit tollen Gagen für die Aktuere?

Jeder ist für sein Handeln selber verantwortlich und ich kann mit ruhigem Gewissen sagen:”Ich fühle mich nicht angesprochen”!

Da kommt Freude an der Demokratie auf! Den Grund für die Politikverdrossenheit der Bevölkerung lerne ich jetzt aus nächster Nähe kennen.

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