BM Fekter Integrationsministerin?

Eine derartige Ankündigung klingt eher wie eine Drohung als wie ein konstruktiver Lösungsvorschlag. Bevor BM Fekter die Integrationsagenden an sich zieht, wäre es sinnvoller, dass dieses Chaos weiterhin so bleibt wie es ist. Wir benötigen in dieser höchst heiklen Thematik, keine Law&Order-Praktiken und auch keine naiven “Pro-Ausländerhaltungen”, sondern eine Politik die mit Weitsicht, im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe der Welt gut aufgestellt ist.
Was nicht mehr notwenig ist, sind unterschiedlichste Studien, Konferenzen und Dialogrunden, welche bis zur Selbstlähmung praktiziert werden. Menschen, welche sich auch nur oberflächlich mit dieser sehr komplexen und heiklen Materie beschäftigen, wissen schon seit Jahren was geändert gehört. Die Politik muss endlich Verantwortung übernehmen und für Transparenz sowie Bündelung der verstreuten Materien sorgen! Daran führt über kurz oder lang kein weg vorbei.

Österreich tritt den internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe mit einem Karren an, wo ein Esel vorgespannt ist, da braucht es niemand zu wundern, wenn die Reputation darunter leidet.

Es geht nicht um die Frage Ausländer rein oder Ausländer raus, sondern darum, wie wir unser Sozialsystem absichern. Hier benötigen wir zuerst einen Anreiz für österr. Familien die Ferilitätsrate anzuheben. Mit Geld alleine wird man dies nicht erreichen, sondern man muss die Vereinbarkeit von Familie und Beruf besser gestalten, den Wiedereinstieg nach der Karenz attraktiver gestalten und die Kinderbetreuungsplätze ausbauen. Selbst, wenn dies alles geschieht, braucht man sich nicht der Illusion hingeben, dass dadurch mehr Kinder in die Welt gesetzt werden, denn das sind die “Nebenwirkungen” einer Wohlstandsgesellschaft, dass eben weniger Kinder in die Welt gesetzt werden. Deshalb brauchen wir auch neben einer guten Familienpolitik auch eine gute gesteuerte Migrationspolitik nach einem Punktemodell, welche attraktiv gestaltet ist, um die besten Köpfe anzuziehen, gegenwärtig machen diese einen großen Bogen um Österreich.
Für jene, welche bereits hier leben muss Österreichweit das Modell des Integrationsleitbildes OÖ angewendet werden, nach dem Motto. “Fördern und Fordern”.

Je länger wir mit den vorprogrammierten unausweichlichen Änderungen im System zuwarten, umso stärker wird die FPÖ. Falls Strache nicht die gleichen Fehler wie Haider macht, dann wird er bei der kommenden NR-Wahl 2013 mit einem zweistelligen Erfolg mit einer 3 an erster Stelle, rechnen können, weil einige verbohrte “Law&Order” sowie “naive Pro-Ausländerfraktionen” es wieder nicht auf die Reihe bekommen, notwendige Reformen in Angriff zu nehmen.

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