INHALTE STATT SPRÜCHE! Heute: Mensch und Natur.

Im Wahlkampf dominieren hitzige TV-Konfrontationen, Sprüche und Schlagworte auf Plakaten, sowie wenig informative Werbeinserate und Broschüren. Thematische Inhalte und persönliche Haltungen treten in den Hintergrund, obwohl diese doch wahlentscheidend sein sollten, nicht wahr?

Daher auch heute wieder, 3 Tage vor der Wahl, ein Beitrag aus meiner Blog-Reihe Inhalte statt Sprüche!

»Tabiyata ınsan asık, aynı var’dan olduk gardasım«, besang der türkische Volksdichter Asik Veysel bereits vor knapp hundert Jahren. In diesem einen Satz bringt er sehr vieles zum Ausdruck. Der Mensch kann nicht ohne die Natur auskommen, jedoch umgekehrt schon. Daher ist es allerhöchste Zeit wieder ein Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur herzustellen. Jede und jeder kann einen Beitrag dazu leisten, sei es in noch so unwichtigen Kleinigkeiten des alltäglichen Lebens. Vom bewussten Einkauf von regionalen und saisonalen Produkten, der umweltschonenden Mobilität bishin zur Nutzung von energiesparenden Geräten im Haushalt und diese auszuschalten anstatt sie auf stand-by laufen zu haben.

Da ich in der Stadt wohne, benütze ich sehr oft das Fahrrad oder gehe gerne zu Fuß. Natürlich lebt nicht jedeR in der Stadt, daher setzen wir Grünen uns für den massiven Ausbau des öffentlichen Verkehrs ein. Ich esse weniger Fleisch, weil es mir wirklich gut tut und meine Frau kocht zuhause selten Fleischgerichte, da sie beinahe vegetarisch lebt. Wenn ich Fleisch essen, dann qualitativ hochwertiges, aber halt außerhalb von Zuhause. Wie mein lieber Opa immer zu sagen pflegte: »Bua, liaba weng, oba guad sois sei.« (Junge, lieber wenig, aber gut soll’s sein.)

Auf Klimawandel und Umweltzerstörung gilt es mit einem radikalen Verhaltenswandel zu antworten. Die Regenerationskraft der Natur erschöpft sich durch unsere Art und Weise, wie wir produzieren und konsumieren. Unser sensibles, großartiges Ökosystem Erde wird weiter kippen, wenn wir so weitermachen wie bisher. Erste Vorboten der Wetterextreme bekommen wir bereits global zu spüren, auch in Österreich, nicht nur in Fantasy-Szenarien wie dem Roman »Asta in den Sommerbergen« von Mario R. Lackner. Hochwasser, Trockenperioden und Hitzewellen sind auch bei uns im 20-Jahr-Rhythmus keine Seltenheit mehr – mit gravierenden Folgen für das Wirtschaftssystem, uns Menschen sowie die Tier- und Pflanzenwelt.

Die VerursacherInnen dieses weltweit täglich wachsenden Schadens sind uns allen bekannt. Motorisierter Individualverkehr, Industrie, Kraftwerke, Hausbrand, Abfällen entspringen alle aus einem Ursprung namens Mensch. Vergleiche dazu den 93-minütigen Film “Home” von Yann Arthus-Bertrand:

http://www.youtube.com/watch?v=4OBsRkauqZM

Gemeinsam müssen wir einen Wandel einleiten. Zuerst in unserem eigenen Denken, dass der Zusammenhang von persönlichem Verhalten und Umweltbelastung in sehr engem Verhältnis zueinander steht.

Es steht außer Diskussion, dass die Absicherung durch materielle Werte zur Vermeidung von Armut und den Erhalt von Arbeitsplätzen sowie unserer Sozial-, Bildungs-, und Gesundheitssysteme sehr wichtig ist. Jedoch darf der Kampf gegen Umweltverschmutzung und der Erhalt einer intakten Natur nicht hintangestellt werden, denn sonst entstehen noch mehr Kosten und Probleme in den bestehenden Systemen. JedeR kann seinen Beitrag dazu leisten.

Um hier eine fundamentale Umkehr anzugehen braucht es auch Mut. Mehr Mut in der Politik, um die Zerstörung des Ökosystems Erde nicht nur zu verwalten, sondern den Erhalt unserer Lebensgrundlage zu gestalten. Es gibt keinen Planeten B, seien wir daher vor- und umsichtig wie Luchse, auch am Sonntag im Wahllokal!

Am Sonntag entscheiden wir bei der Nationalratswahl, wohin die Reise geht. Mit Ihrer/deiner Vorzugsstimme kann ich Sie und dich direkt im Parlament auf dieser Reise vertreten. Mehr dazu auf meiner neuen Facebook-Seite!

Gemeinsam schaffen wir das. Mit herzlichen Grüßen und Glück auf,

Efgani Dönmez

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