Manipulierte Stimmenmaximierung? FPÖ, freu dich über die Koalition von SP/VP mit Milli Görüs und AKP!

Die Vorzugsstimmen-Resultate für türkischstämmigen KandidatInnen dürften für so manche von großem Interesse sein. Hier muss man insbesondere der SPÖ und ihrem Kandidaten Resul Ekrem Gönültas gratulieren, vor allem wenn man der FPÖ angehört.

12.715 WählerInnen haben Gönültas eine Vorzugsstimmen gegeben. In türkisch-dominierten Dunstkreisen der Milli Görüs und diversen „Kulturvereinen“, die als verlängerte Arme der AKP in Österreich fungieren, hat Gönültas im Kreise der Vertreter eines politisierten Islams außergewöhnlich viele Wählerstimmen für die SPÖ gewonnen. Außergewöhnlich, wenn nicht sogar merkwürdig viele Vorzugsstimmen, wenn man sich vor Augen hält, dass die nächsten türkeistämmigen KandidatInnen lediglich auf ca. 1000 bis 1500 Stimmen gekommen sind – jeweils über 11.000 Stimmen weniger als Herr Gönültas. (siehe unten) Wie es zu diesem beachtlichen Ergebnis gekommen ist, hier eine kleine Anregung zum Nachdenken:

Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass sich beide österreichischen Regierungsparteien konservativer Strömungen aus der Türkei bedienen und Leute aus dem Umfeld der Milli Görüs sowie der Regierungspartei AKP über ihre Parteistrukturen salonfähig machen (vgl. Die Presse). Bedient sich zumindestens ein türkischstämmige SP-Kandidat bedenklicher Methoden, welche lediglich nur bei Vertreter eines politisierten Islams Anwendung finden? Manipulierte Stimmenmaximierung?

Wie könnte das vor sich gehen? Vorgefertigte Formulare für die Wahlkarten-Beantragung können mit den (freiwillig zur Verfügung gestellten) Daten der MoscheebesucherInnen und Vereinsmitglieder zentral gesteuert ausgefüllt werden. Nach Zusendung der Wahlkarte an die Meldeadresse, können diese organisiert von türkischstämmigen WahlhelferInnen aus dem Umfeld der Milli Görüs und AKP abgesammelt und wiederum zentral ausgefüllt werden, Vergabe der entsprechenden Vorzugsstimme inklusive…

Eine wunderbare Win-Win-Situation für die betreffende Partei und die Milli Görus/AKP-Gruppierungen. Auf der Strecke blieben Werte und Haltung einer sozialdemokratischen Partei – was für ein krudes Demokratieverständnis im Falle des Falles!

So lange Resul Ekrem Gönültas und Leute aus dem Dunstkreis eines nationalistisch-islamistischen Hybrids in Österreich über die Sozialdemokratie salonfähig gemacht werden, desto mehr wird die Abwanderung von der SPÖ in Richtung FPÖ und anderer politischer Bewegungen anhalten. Die Freiheitlichen können gelassen die Arme öffnen, da nicht nur die Arbeiterschaft verstärkt das politische Lager wechseln wird, sondern auch jene SozialdemokratInnen, die dieses doppelbödige Spiel der SPÖ durchschauen und nicht mittragen wollen.

Quelle: ORF.at

Wo ein Wille für Aufklärung, da ein Weg. Es ist höchste Zeit, dass JournalistInnen etwaige Machenschaften recherchieren und publik machen, damit derart manipulierter Stimmabgabe in jeder Partei die rote Karte gezeigt wird – auch in der SPÖ. Ein erster Anhaltspunkt könnten folgende Vorzugsstimmenergebnisse bei der Nationalratswahl 2013 für alle türkeistämmigen KandidatInnen auf den Bundeslisten von SP, VP und Grünen sein:

SPÖ:

12715 Resul Ekrem Gönültas

829 Omar Al Rawi

706 Nurten Yilmaz / 181 Fatma Kücükuncular / 41 Kemal Yaldiz / 29 Selcuk Hergüvenc / 20 Senay Öztürk / 9 Tuglan Saadet / 3 Hatice Tugrul-Kartal / ? Hamza Ates

ÖVP:

1557 Hasan Vural

441 Selfet Yilmaz / 366 Mustafa Icsel / 145 Sirvan Ekici / 11 Askin Kulu

Die Grünen:

1095 Aygül Berivan Aslan

1052 Efgani Dönmez

790 Alev Korun / 79 Hikmet Arslan / 37 Zerife Yatkin / 35 Esin Akkaya / 27 Toyram Yilmaz / 18 Ahmet Demir / 17 Adem Küpeli / 16 Ayse Tekeloglu / 4 Erdal Kalayci / 1 Ümit Kale / 0 Abdurrahman Vezi

Herzlichen Dank bei dieser Gelgenheit den 714 WählerInnen, die mir auf Landesebene eine Vorzugsstimme gegeben (= Platz 2 hinter Gabi Moser, OÖ-Spitzenkandidatin der Grünen) und allen 1.052 WählerInnen, die mir auf Bundesebene Ihr persönliches Vertrauen ausgesprochen haben, was mich vom 36. Bundeslistenplatz in die Vorzugsstimmen-TopTen der Grünen katapultiert hat:

1. Eva Glawischnig 19.582 Stimmen

2. Karl Öllinger 8.031

3. Peter Pilz 4.393

4. Werner Kogler 2.182

5. Gabi Moser 2.178

6. Sigrid Maurer 1.157

7. Georg Willi 1.142

8. Aygül Berîvan Aslan 1.095

9. Efgani Dönmez 1.052

10. Julian Schmid 857

Zum Vergleich: Barbara Prammer / SPÖ (1.398), Franz Huainigg / ÖVP (1.089), Barbara Rosenkranz / FPÖ (953), Beate Meinl-Reisinger / Neos (727), Kathrin Nachbaur / Team Stronach (607), Gerald Grosz / BZÖ (101)

Quelle: Der Standard

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