Herr MÖLZER, ZUR ZEIT muss man Klartext reden auch mit Ihnen

Eines vorweg, um Missverständnisse und Fehlinterpretationen auszuräumen. Ihre politische Geisteshaltung ist mir und vielen anderen Menschen zutiefst zuwider, wahrscheinlich die meine und alles was nicht im äußerst rechten Ideologiespektrum angesiedelt ist, auch Ihnen.

Die pawlowschen REAKTIONEN, der politisch korrekten SprachpolizistInnen auf Ihre Aussagen und Ihre Geisteshaltung sind die bekannten Reaktionen auf Ihre bekannten AGITATIONEN, welche mittlerweile zu einer folkloristischen Unterhaltung zwischen dem rechten und restlichen politischen Lager sowie zu einer Nivellierung der Politik nach unten, insbesondere dem Ansehen Österreichs auf der internationalen Bühne, geführt hat. Mit den jüngsten Aussagen, dürften Sie selbst für ihren Parteichef den Bogen überspannt haben. Die wenigen österreichischen erfolgreichen Fußballer darf man nicht angreifen, da verscherzt man es sich mit der Masse, um die es Ihnen ja eigentlich geht. Herr Strache hat dies im Gegensatz zu Ihnen erkannt, deswegen wird es das „klärende“ Gespräch mit Ihnen geben, wo im Vorhinein erkennbar sein wird, was im Nachhinein herauskommen wird. Nix.

Als Erstes und Grundlegendstes muss man verstehen, dass das, was man tut, was immer es auch ist, niemals eine REAKTION sein sollte. Wenn es eine AKTION ist, ist es kein Problem. AGIEREN ist immer gut. REAGIEREN ist immer schlecht.

Die politisch korrekten SprachpolizistInnen und von Berufswegen Empörten geben vor (un)bewusst und mit hehre Absichten zu REAGIEREN, dabei übersehen sie, dass sie der wahre Meister der Situation sind, weil Sie AGIEREN. Die Medienpräsenz der letzten Tage und Wochen sind der beste Beweis dafür.

Ich persönlich ziehe es vor, dass Sie Ihre getätigten Aussagen im öffentlichen Raum tätigen als in irgendwelchen Hinterzimmern und Kellern und nicht zurücktreten. Denn eine Demokratie muss (leider) auch Geisteshaltungen und Meinungen, wie die Ihre aushalten. Nicht die SprachpolizistInnen und Berufsempörten in den Parteizentralen haben darüber zu entscheiden, was Sie, wie, wo zu sagen haben sondern nur Sie selber und die WählerInnen, sonst niemand!

Wenn der Zuspruch für Ihre Geisteshaltung in einem Wahlergebnis von mehr als 15% liegen sollte, dann haben wir ein großes gesellschaftspolitisches Problem, jedoch auf einer ganz anderen Ebene und nicht in Ihrer Person und Ihren Aussagen, dies ist eigentlich der Kern der Sache, was leider kaum jemand erkennt.

Die Interdependenz zwischen dem rechten Lager und den politischen Mitbewerbern wird genau in dieser entbehrlich geführten Diskussion verdeutlicht. Anscheinend kann es keine Abgrenzung von Rechts ohne die Rechten in der österreichischen Politiklandschaft geben. Die Schicksalhafte wechselseitige Abhängigkeit wird der Bevölkerung bei jeder Wahl, immer mit den gleichbleibenden Argumenten, vor Augen geführt. Die eigentlichen Themen und Probleme der Menschen bleiben außen vor und führen zu einer Steigerung des Desinteresses gegenüber der Politik.

Im Interesse der Würde und des Ansehens unseres eigenen Berufsstandes wäre es vernünftig kein Spielzeug in den Händen anderer zu sein, unabhängig davon, welcher Partei man angehört.

Als gebildete Menschen des 21. Jahrhunderts sollte man erkennen, dass man nicht nur aus ideologischen Konditionierungen heraus handeln sollte und vom Verstand heraus. Denn der Verstand ist vorhersehbar. Ein Mensch der wach, aufmerksam und bewusst handelt wird sich auf die unterschiedlichsten Situationen einlassen können. Für die Bewältigungen der anstehenden komplexen Herausforderungen auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene benötigen wir keine ideologisch Konditionierten, sondern Menschen, die die Zusammenhänge erkennen und dazu beitragen, dass sich die Gesellschaft, auf allen Ebenen, zu einem besseren sich weiterentwickelt.

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