Was den Nährboden für sexuelle Übergriffe bereitet

Seit Silvester kommt die Diskussion über die sexuellen Übergriffe nicht zum Erliegen.

Was den Deutschen die Kölner Silvesternacht ist, ist den Türken die kürzlich erschienene Fatwa (religiöses Rechtsgutachten) der türkischen Diyanet (Religionsbehörde). Die Diyanet ist die zweitmächtigste Behörde mit einem Zwei-Milliarden-Euro-Budget.

Sie betreibt Moscheen, bezahlt das Gehalt der Imame und bereitet die Predigten vor, welche auch in den als Vereinen betriebenen Gebetsstätten in Österreich rezitiert werden. Die in Europa und Österreich tätigen Vereine, wie ATIB, sind der Diyanet untergeordnet. Ein türkischer Bürger hat mit der Fragestellung, wenn ein Vater seine Tochter umarme und ihn dabei die Wollust überkomme, ob dies haram (unerlaubt) sei, für massive Diskussionen gesorgt. Allein die Fragestellung offenbart, mit welchen Themen sich manche Türken in einem der „am meisten entwickelten“ muslimischen Länder beschäftigen.

Warum die Schere immer weiter zwischen muslimischen Ländern und dem Westen auseinandergeht, liegt auch klar auf der Hand. Während die einen an Errungenschaften tüfteln, beschäftigen sich viele konservative Muslime mit derartigen Fragestellungen. Die skurrile Antwort der Religionsbehörde löste einen regelrechten Tsunami aus, weil neben den dummen Ratschlägen wie „Wenn die Tochter dick genug gekleidet ist, so dass man sie nicht spürt, ist es kein Problem, wenn man sie umarmt“ auch noch der misslungene Versuch gestartet wurde, die Antwort mit einer Hadith (Überlieferungen der Aussprüche und Handlungen des Propheten Mohammed) zu untermauern. Genau darin liegt eines der größten Probleme, der Missbrauch der Religion und die Nicht- Unterscheidung zwischen Koran und Hadithen. Denn der koranische Islam verabscheut Scheinheiligkeit und Unterdrückung, insbesondere Frauen gegenüber. In Sure 2, Vers 223 steht sinngemäß: „Frauen sind die Saat und die Kultur einer Gesellschaft. Deswegen nähert euch den Frauen so an, wie ihr sie sehen möchtet bzw. dass die Gedanken des Mannes das Spiegelbild der Frau sind, wie man sie sehen möchte bzw. wie man sich ihr gegenüber verhält.“

Dieser Vers verdeutlicht, welch hohen Stellenwert die Frau eigentlich im koranischen Islam hat. Was die Wüstentheologen und eine penisgesteuerte Wüstenkultur daraus gemacht haben, hat wenig mit dem koranischen Islam zu tun, sondern sind Auswüchse von kranken, patriarchalen Gehirnen.

Die Theologie des Verachtens beruht auf verfälschten Hadithen, welche von Saudi-Arabien, Ägypten, Katar und der Türkei aus in alle Welt exportiert werden. Deswegen ist es umso wichtiger, dass der starke Einfluss aus dem Ausland, zumindest ansatzweise durch das Islamgesetz neu, nun eingedämmt wird.

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