Wer sind diese genervten Musliminnen?

Die letzten Wochen waren voll mit Themen zu Vollverschleierung und Kopfbedeckung.

Die meisten Muslime und Musliminnen, die sich bei Debatten über islamische Gesellschaftsthemen in Österreich in den Vordergrund drängen, kommen nicht gerade zufällig aus dem Umfeld des politischen Islams.

Sie vertreten häufig auch nicht zufällig die Positionen der Organisation of Islamic Cooperation (OIC). Hier wird die Agenda von Ländern wie Saudi-Arabien, Katar und Türkei vorgegeben. Die Ableger in Europa verfügen über enorme finanzielle Ressourcen. Das beste Beispiel liefern die krampfhaften Versuche, jegliche berechtigte Kritik an bestimmten Entwicklungen innerhalb des Islams in ein rechtes, islamophobes Eck zu rücken und es auf dieselbe Ebene mit Antisemitismus zu heben. Wer sind nun diese Musliminnen, welche sich über die öffentliche Debatte verwundert und verärgert zeigen?

Eine junge verschleierte Dame namens Abuzahra ist vor kurzem in einem Internetvideo als glühende Unterstützerin für Bundespräsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen in Erscheinung getreten. Ob diese gutgemeinte Unterstützung mehr nützt oder schadet, sei dahingestellt. Die ältere Schwester Amani Abuzahra ist mit dem Muslimische-Jugend-Österreich (MJÖ)-Gründer und ehemaligen Obmann Alexander Osman verheiratet. Als Protagonistin gegen Verschleierungsverbote lässt sie keine Gelegenheit aus, um Werbung in eigener Sache zu machen. Ihre Schwester Lajali Abuzahra ist mit dem Politikwissenschaftler Farid Hafez verheiratet. Er publiziert in unterschiedlichen Zeitungen und ist Mitherausgeber des Islamophobieberichtes. Hafez hat auch die Biografie über den ehemaligen Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft Österreich, Anas Schakfeh, geschrieben, dem unterstellt wird, der Moslembruderschaft, wie Amani Abuzahra, nahezustehen.

Zufällig befinden sich das Büro der Islamischen Religionspädagogischen Akademie (IRPA), das Büro der MJÖ und die Stiftung des ehemaligen IGGÖ-Präsidenten Anas Schakfeh auf dem Gelände der gemeinnützigen Privatstiftung. Woher die Gelder für die Stiftung des ehemaligen Mitarbeiters der Saudischen Botschaft kommen, interessiert ohnehin kaum jemanden. Über derartig rechtlich legale Finanzierungskonstellationen bekommen Saudi-Arabien, Katar und die Türkei immer mehr Einfluss auf unsere Gesellschaft in Europa und somit auch in Österreich.

Warum die Konflikte im Zusammenleben mit Muslimen, welche vor diesem Einfluss nicht geschützt werden, eher zu- statt abnehmen werden, liegt klar auf der Hand. Die legitimen Forderungen seitens der Islamischen Glaubensgemeinschaft Österreich, die Flüchtlingsbetreuung in ihre Hände gelegt zu bekommen, ist auch kein Zufall – oder doch?

Quelle: http://www.nachrichten.at/nachrichten/meinung/blogs/doenmez-direkt/Wer-sind-diese-genervten-Musliminnen;art178056,2354923

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