Talk im Hangar-7  73 Prozent für Erdogan: Was ist los mit den Austro-Türken?

51,4 Prozent der Wähler haben laut vorläufigem Ergebnis für eine Verfassungsänderung in der Türkei gestimmt. Während Erdoğan von einer historischen Entscheidung des Volkes spricht, sagen Wahlbeobachter man könne „weder von freien noch von fairen Wahlen“ sprechen. Die türkische Opposition erkennt das Ergebnis nicht an. Tausende Menschen gingen mit dem Schlachtruf „Dieb, Mörder, Erdogan!“ auf die Straße, um gegen den Ausgang der Abstimmung zu demonstrieren.

Staatspräsident Erdoğan fährt einen zunehmend harten Kurs, gegen Kritiker wird rigoros vorgegangen, Pressefreiheit ist nur noch ein Wort. Demnächst will Erdogan über die Todesstrafe abstimmen lassen. Der einstige Beitrittskandidat Türkei entfernt sich immer weiter von Europa. Steckt dahinter ein machtpolitisches Kalkül? Will die Türkei überhaupt noch unser Partner sein? Wohin steuert das NATO-Mitglied Türkei unter mit einem Alleinherrscher Erdoğan?

Erdoğan beschimpft die Europäer als faschistisch, rassistisch und islamfeindlich – und die Mehrheit der Auslands-Türken jubelt. Warum sind gerade die Austro-Türken so anfällig für Erdogans Propaganda? Wie soll so die Integration in Österreich jemals gelingen? Wie passt es zusammen, einen gegen die EU wetternden Diktator zu wählen, gleichzeitig aber alle Freiheiten eines sozial großzügigen EU-Gastlandes wie Österreich zu genießen?

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