Spannungsfeld Integration

Migration, Integration, Asyl und das Verhältnis Staat und Religion im Kontext des Islams in westlichen Gesellschaften sind höchst emotional besetzte wahlentscheidende Themen, ob in den USA, in Europa und in Österreich – von der Bundesebene bis hin zur Gemeindestube sowie am Stammtisch. Umso wichtiger ist es, dass man sich dieser Thematik mit Augenmaß und Vernunft annähert, ohne alles zu verteufeln, wie es manche rechte Demagogen machen, oder alles schön zu reden, wie es manche links-linke Traumtänzer verniedlichen.

Wir sind mitten in einer gesellschaftspolitischen Umbruchsphase, welche die nächsten Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, mit all ihren Auswirkungen nicht spurlos an uns vorbeiziehen wird. Umso wichtiger ist es Konzepte zu entwickeln, welche die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen und Österreich im 21. Jahrhundert so positionieren, dass wir in einem freien und friedlichen Europa auch weiterhin, diese nicht selbstverständlichen hart erkämpften Freiheiten, leben können. Wir werden weiterhin jenen, im Sinne der christlich-sozialen Tradition, die unsere Hilfe benötigen, die Hand reichen, damit sie die notwendige Unterstützung erhalten, Teil unserer Gesellschaft zu werden. Unsere Migranten erhalten die Möglichkeit, die deutsche Sprache zu erlernen. Ebenso werden Werte, wie Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Gleichstellung von Mann und Frau, Trennung von Staat und Religion, welche das Fundament unseres Zusammenlebens bilden, in Schulungen und Kursen vermittelt. Wer bereit ist, diese Angebote in Anspruch zu nehmen, wird trotz vorhandener Hürden — an deren Abbau wir alle uns bemühen sollten — Teil unserer Gesellschaft werden, ohne seine Herkunft und Religionszugehörigkeit verleugnen zu müssen.

Wer glaubt, diese Freiheiten und Toleranz, welche wir entgegenbringen, dazu zu benutzen, um die Demokratie scheibchenweise abzubauen oder die Agenden des politischen Islams, schleichend implementieren zu können, indem der öffentliche Raum und die Diskussionen immer mehr mit deren Themen besetzt wird, dem darf mit keiner falsch verstandenen Toleranz begegnet werden.

 

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