Konkrete Antworten auf konkrete Probleme, statt Schüttelreime und Hetze

Mit ihren erschreckenden Ausführungen zum Thema Zuwanderung torpediert die
FPÖ einmal mehr alle Bemühungen um eine konstruktive Integrationspolitik.
Auch FPÖ OÖ Spitzenkandidat Haimbuchner offenbart, dass er – obwohl Jurist –
entweder keine Ahnung von der Migrationsthematik hat oder die Leute
wissentlich narrt“, kritisiert der Grüne Bundesrat Efgani Dönmez.

Haimbuchner fordert Sanktionen für seiner Meinung nach integrationsunwillige
Zuwanderer und meint damit auch die Eltern der außerordentlichen Schüler,
weil sie angeblich nicht dafür sorgen dass ihre Kinder ausreichend Deutsch
lernen. „Mit unhaltbaren Unterstellungen missbraucht Haimbuchner Kinder für
den Wahlkampf und ersetzt Integrationspolitik durch Strafpolitik.

Das ist völlig verfehlt“, kritisiert Dönmez der auf seinen eigenen Lebensweg
verweist „Ich hatte als Kind ebenfalls mit Sprachproblemen zu kämpfen,
meiner Mutter ist eindringlich nachgelegt worden, mich in die Sonderschule
zu geben. Das hat sie abgelehnt und mich im normalen Schulablauf belassen.
Ich denke, dass mein weiterer Lebensweg Beweis dafür ist, dass es
Möglichkeiten zur Entfaltung geben muss und es nicht nur Sanktionen braucht,
um gelungene Integration zu ermöglichen“, erklärt Dönmez.

„Warum ist der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund in Sonderschulen und
Polytechnischen Schulen so eklatant hoch? Hier spielen nicht nur
individuelle Faktoren eine maßgebende Rolle, sondern auch das System, welche
Kindern und Jugendlichen mit ausländisch klingenden Namen allzu schnell in
eine Schiene zwingt, aus der man nur allzu schwer ausbrechen kann und die
somit auch den weiteren Lebensweg prägt“, so Dönmez.

Dass es aber Schwierigkeiten im zwischenmenschlichen Zusammenleben gibt, ist
nicht zu leugnen. Die Frage ist, wie wir damit umgehen.

„Hetzte und Schüttelreimen auf Plakaten lösen diese Probleme sicher nicht“. so Dönmez.

Eine konkrete und konstruktive Antwort ist das von den Grünen
initiierte OÖ. Integrationsleitbild. Daran haben Behördenvertreter von
Gemeinde bis zur Landesebene mitgearbeitet, engagierte Menschen aus der
Exekutive, Vereinen, NGO’s und auch Privatpersonen. Alle Parteien auf
Landesebene haben zugestimmt, nur die FPÖ nicht.

Dönmez abschließend: „Wenn der FPÖ unsere Heimat so wichtig ist, wie sie
immer zu betonen versucht, dann mögen sie Diffamierung und Hetze stoppen,
dies schadet nur unserem Land.“

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